
Immissionsschutz – neue rechtliche/technische Entwicklungen
Wir informieren Sie über das Immissionsschutzrecht - Systemüberblick, aktuelle Rechtsänderungen, Novellierungsvorhaben.
Europäische Regelungen zum Immissionsschutz und deren Einfluss auf die Anwendung des nationalen Rechts - Folgen von verspäteter oder unvollständiger Umsetzung von Richtlinienrecht ergänzen den ersten Teil dieser Veranstaltung.
Die wichtigsten geplanten emissionsseitigen Änderungen für Betreiber und Behörden - Einführung in die Grundlagen und Systematik und Vorstellung der geplanten Änderungen der TA Luft im Zuge der Neufassung, insbesondere der emissionsbegrenzenden Anforderungen zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen werden Ihnen vermittelt.
Beschleunigte Abwicklung immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren: Wie kann ein UVP Verfahren zügig durchgeführt werden. Welche Möglichkeit hat der Antragsteller, verfahrensbeschleunigende Maßnahmen zu realisieren. Erfahrungen aus laufenden Genehmigungsverfahren. Verhältnis zwischen Abfall- und Immissionsschutzrecht - Einbeziehung abfallrechtlicher Anforderungen in Genehmigungsbescheiden, die Neuregelung des § 5 Abs. 1 Nr. 3 BlmSchG.
Weiterhin behandeln wir die folgenden Themen:
Anlagensicherheit - Störfallverordnung - Vollzugshilfe und Arbeitshilfen zur StörfallV - Technische Regeln und Anlagensicherheit - EU-Seveso-III-Richtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland
Emissionsmessungen - Neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Emissionsmesstechnik
Immissionsmessungen und die Bewertung ihrer Ergebnisse - Überblick über Messsysteme; neue Entwicklungen; Richt- und Grenzwerte; relevante Komponenten; EU-Regelungen zur Luftqualität
Die Industrieemmissions-Richtlinie (IE-RL) und die BVT-Schlussfolgerungen: Ziel, Inhalt, Stand und zukünftige Entwicklung
Messung und Bewertung von Geräuschimmissionen - Neuere Entwicklungen und aktueller Stand: u.a. TA Lärm, Lärmminderungspläne
Bestimmung und Bewertung von Geruchsimmissionen, Geruchsimmissions-Richtlinie, VDI-Richtlinien: Stand und Entwicklung
Zum Thema
Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte sind im Sinne des § 9 (1) und (2) der 5. BImSchV verpflichtet regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Zur Fortbildung ist auch die Teilnahme an Lehrgängen im Sinne des § 7 Nr. 2 erforderlich. Die Fortbildungsmaßnahmen müssen auf Verlangen der Behörden nachgewiesen werden. Das Seminar bietet zudem die Möglichkeit zu einem Erfahrungsaustausch zu aktuellen Fragen der Umsetzung des Immissionsschutzrechtes.
Zielsetzung
Mit der Veranstaltung werden Immissionsschutz-, Störfallbeauftragte und andere Fachleute in Industrie, Wirtschaft und Behörden, die sich mit Fragen des Immissionsschutzes befassen, über aktuelle rechtliche und technische Entwicklungen informiert. Die Teilnehmer/innen sollen ferner durch zusätzlich zur Verfügung gestellte Hintergrundmaterialien in die Lage versetzt werden, sich über - in der Veranstaltung präsentierten Themen hinaus - im Eigenstudium vertieft mit einzelnen Fragen zu befassen.
Teilnehmerkreis
Immissionsschutz-, Störfallbeauftragte und andere Fachleute in Industrie, Wirtschaft und Behörden, die sich mit Fragen des Immissionsschutzes befassen.
Programm
- Systemüberblick, akute Rechtsänderungen, Novellierungsvorhaben
- Folgen von verspäteter oder unvollständiger Umsetzung von Richtlinienrecht
- Ziel, Inhalt, Stand und zukünftige Entwicklung
- Einführung in die Grundlagen und Systematik und Vorstellung der geplanten
- Änderungen der TA Luft im Zuge der Neufassung, insbesondere der
- emissionsbegrenzenden Anforderungen zur Vorsorge gegen schädliche
- Umwelteinwirkungen
- Wie kann ein UVP Verfahren zügig durchgeführt werden?
- Welche Möglichkeit hat der Antragssteller, verfahrensbeschleunigende Maßnahmen zu realisieren?
- Erfahrungen aus laufenden Genehmigungsverfahren
- Verhältnis zwischen Abfall- und Immissionsschutzrecht
- Einbeziehung abfallrechtlicher Anforderungen in Genehmigungsbescheiden, die
- Neuregelung des § 5 Abs. 1 Nr. 3 BImSchG
- KWK-Kosten-Nutzen-Vergleich-Verordnung
- Störfallverordnung
- Vollzugshilfe und Arbeitshilfen zur StörfallV
- Technische Regeln zur Anlagensicherheit• EU-Seveso-III-Richtlinie und ihre Umsetzung
- in Deutschland
- Überblick über Messsysteme
- neue Entwicklungen
- Richt- und Grenzwerte
- relevante Komponenten
- EU-Regelungen zur Luftqualität
- Neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Emissionsmesstechnik
- Geruchsimmissions-Richtlinie • VDI-Richtlinien: Stand und Entwicklung
- Neuere Entwicklungen und aktueller Stand: u.a. TA Lärm, Lärmminderungspläne
Referenten
Erfahrung
01/1997 – 06/1997
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max Planck Institut für Kohlenforschung
• Mitarbeit an wissenschaftlichen Projekten im Bereich heterogene katalytische Hydrierung
07/1997–12/1998
Qualitätssicherung, Mineralquellen Hövelmann GmbH & Co. KG
• Mitarbeiter in der Qualitätssicherung eines Lebensmittelbetriebs
07/2001 – 09/2001
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Covance Laboratories GmbH
• Mitarbeit an wissenschaftlichen Projekten im Bereich präklinische Studien (Pharmazeutika)
11/2001 – Heute
Aneco Institut für Umweltschutz GmbH & Co.
• Planung, Organisation und Durchführung von Projekten für TA-Luft, 13.BImSchV, 17.BImSchV inkl. Feuerraummessungen TNBK und 44.BImSchV sowie olfaktometrische Messungen
• Emissionsmessungen sowie Funktionsprüfungen/Kalibrierungen
• Mitarbeiter der QM Abteilung / interner Auditor (DIN EN 17025)
• 2018 - 2020 Teamleiter
• seit 01/2021 Niederlassungsleiter des Hauptstandortes Mönchengladbach
• seit 12/2021 Prokura
Ausbildung
09/1993 - 01/1997
Ausbildung zum Chemielaboranten am Max Planck Institut für Kohlenforschung
08/1999 - 06/2001
Ausbildung zum staatl. gepr. Chemietechniker
08/2000 - 04/2001
Ausbildereignungsschein (Ausbildung der Ausbilder)
Ab 2014 Studium in Prozess-, Energie- und Umwelttechnik an der Hochschule Düsseldorf.
Juli 2021 Beendigung des Studiengangs Simulations- und Experimentaltechnik (Schwerpunkt Energie- und Umwelttechnik), ebenfalls an der Hochschule Düsseldorf mit dem Grad M.Sc.
Studienbegleitende Tätigkeit am Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. bei ArcelorMittal Duisburg und bei DAIKIN Airconditioning Germany GmbH.
Gegenstand der Masterthesis beim TÜV NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG war die Messunsicherheit bei der Olfaktometrie.
Seit August 2021 tätig als Sachverständige für Immissionsschutz mit dem Schwerpunkt Geruchsemissionsmessungen und daraus resultierende Immissionsprognosen.
Nach Abschluss seines Ingenieurstudiums 1995 im Ingenieurbüro für technische Akustik und Bauphysik (ITAB) in Dortmund hat er seine erste Anstellung gefunden. Neben dem Schallimmissionsschutz gehörten auch Projekte in den Fachbereichen Bauakustik und Raumakustik zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten.
Seit 2001 ist er in den gleichen Fachbereichen mit seinem Ingenieurbüro selbstständig. Als staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz bearbeitet er ebenso Projekte wie in dem 2003 gegründeten akkreditierten Prüflabor für Schallemissions- und Schallemissionsmessungen Schallmessstelle.de Hansen + Rehm GbR. Bei der Ingenieurkammer Bau NRW ist er als Vorsitzender eines Anerkennungsausschusses für staatlich Anerkannte Sachverständige tätig.
Bezirksregierung Köln, Dezernat Immissionsschutz, Aachen
Herr Wudtke absolvierte nach seinem Studium ein Referendariat bei der Gewerbeaufsicht der Landesverwaltung NRW mit dem Schwerpunkt Immissionsschutz. Herr Wudtke ist seit 1995 im Bereich der immissionsschutzrechtlichen Anlagengenehmigung tätig. Seit 2008 ist Herr Wudtke bei der Bezirksregierung Köln im Dezernat Immissionsschutz verantwortlich für Genehmigungsverfahren u. a. von Kraftwerken,
Müllverbrennungsanlagen, Gießereien sowie Papierfabriken und ist Koordinator der Umweltrufbereitschaft
Ausbildung/Studium
Studium Allgemeiner Maschinenbau
Beruflicher Werdegang
1990 Promotion am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik TU Braunschweig
1991 – 1994 Mitarbeiter in der Landesanstalt für Immissionsschutz, Zentralstelle Störfall-
Verordnung
1994 – 2007 Dezernent im Landesumwelt, Arbeitsbereich Anlagensicherheit
2007 – 2013 Dezernent im Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)
2002 – 2005 Mitglied im Technischen Ausschuss Anlagensicherheit
2005 – 2014 Mitglied der Kommission für Anlagensicherheit (KAS)
Seit 2006 Vorsitzender des Ausschusses Seveso- Richtlinie der KAS
Seit 2005 Vertreter des Bundesrates in Gremien der EU im Bereich Anlagensicherheit
Bis Ende 2021 Fachbereichsleitung des Fachbereichs 75 „Umwelttechnik und Anlagensicherheit für Gefahrstofflagerung und –verladung“ im LANUV
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW Essen
Ist promovierte Meteorologin mit langjähriger Erfahrung in der nationalen und internationalen Forschung. Seit 2003 ist sie am Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW (LANUV NRW) tätig und leitet dort den Fachbereich „Modellierung, Daten und Berichte zur Luftqualität“. Sie ist eine erfahrene Dozentin. Ihre Spezialgebiete sind der Transport, die Umwandlung und die Deposition von luftgetragenen Schad- und Spurenstoffen mit den Schwerpunkten Ausbreitungsrechnungen, Luftreinhalteplanung und Luftqualitätsüberwachung.
Umweltbundesamt, Dessau
Ausbildung/Studium
Studium des Technischen Umweltschutzes und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin von 1982 bis 1991.
Beruflicher Werdegang
Seit 1991 Mitarbeiter des Umweltbundesamtes. Durchgehend zuständig für Industrieanlagen verschiedenster Branchen.
Von 2008 bis 2012 Abordnung als nationaler Experte zur Europäischen Kommission als Autor zur Erarbeitung der BVT Merkblätter „Eisen- und Stahlerzeugung“ und „Nichteisenmetallindustrie“ nach Sevilla.
Derzeitige Tätigkeit
Seit 2012 Mitarbeiter im Fachgebiet III 2.1 „Branchenübergreifende Aufgaben“.
Implementierung der BVT Merkblätter bzw. der Schlussfolgerungen in nationales Recht sowie Gesamtkoordinierung der Arbeiten zur Novelle der TA Luft der TA Luft im Umweltbundesamt.
Mitglied des LAI-Ausschusses Anlagenbezogener Immissionsschutz/Störfallvorsorge (AISV) und der Bund-Länderarbeitsgruppe „Novelle der TA Luft“.
Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen
Beruflicher Werdegang:
1999-2004 Dezernent beim Staatlichen Umweltamt Duisburg
Seit 2004 Professor für Staats- und Europarecht, Allgemeines Verwaltungsrecht und Umweltrecht an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.
Prof. Röckinghausen ist Mitherausgeber und Autor des umweltrechtlichen Großkommentars Landmann/Rohmer sowie Mitherausgeber der Zeitschrift für Immissionsschutzrecht und Emissionshandel.
Umweltbundesamt, Dessau
Fachgebiet III 2.1: Übergreifende Angelegenheiten, Chemische Industrie, Feuerungsanlagen
Als Umweltingenieur und Master of European Governanance and Administration begann er seine Tätigkeit am Umweltbundesamt in Bereich Abwassertechnik und -management im Jahr 1993. Später arbeitete er am UBA mehrere Jahre umweltmedien- und verordnungsübergreifend zu allen umweltrelevanten Aspekten und Politikinstrumenten der Zellstoff- und Papierindustrie. Bereits zu Zeiten der IVU-Richtlinie koordinierte und verfasste er im Rahmen einer Abordnung eines der ersten BVT-Merkblätter im europäischen IPPC-Büro in Sevilla (für eben diese Branche). Für dessen Aktualisierung unter der Industrieemissionsrichtlinie, ca. 11 Jahre später, kehrte er als Hauptautor des BREFs für die Zellstoff- und Papierindustrie nochmals an das IPPC-Büro zurück. Seit 2011 arbeitet er am UBA an der nationalen Koordinierungsstelle zur IE-Richtlinie. Dort gehört zu seinen Arbeitsschwerpunkten: alle Fragen zur IE-RL, der Informationsaustausch zu BVT inkl. Verbesserungsmöglichkeiten, die Koordinierung der deutschen Beiträge zu BREF-Revisionen, die Teilnahme an vielen Sitzungen der Technischen Arbeitsgruppen in Sevilla, die Umsetzung von BVT national und europäisch, sowie weitere damit zusammenhängende Themen. Zu BVT-basierten Genehmigung- und Überwachungssystemen für Industrieanlagen arbeitet er auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene (z.B. China, Kasachstan, Israel, mehrjährige Aufenthalte als Projektleiter in Südamerika). Im Umweltbundesamt beschäftigt er sich zurzeit vertieft mit der Evaluierung und Revision der IE-RL. Er ist Mitglied des Artikel 13 IED Forums, der Art. 75 Komitees, sowie der Industrial Emission Expert Group.
Hinweise
Die Teilnehmer erhalten zu den Veranstaltungsunterlagen, umfangreiche zusätzliche Informationsmaterialien in elektronischer Form.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 07.12.2022, 16:30 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dr. rer. nat. Uwe Schröer
u.schroeer@hdt.de
+49 201 1803-388