
Abgasreinigungsverfahren
Die in der industriellen Praxis gängigen Verfahren zur Abluft- und Abgasreinigung werden vorgestellt, wobei sowohl gasförmige anorganische und organische als auch partikelförmige Schadstoffe und Aerosole betrachtet werden. Dabei wird auch auf die besonderen Verhältnisse bei der Behandlung explosiver Gasgemische und Stäube eingegangen.
Jedes Kapitel behandelt in einem ausgewogenen Verhältnis Theorie, Bauformen und Praxis-Beispiele. Über die rechtlichen Auflagen, die in Form von Grenzwerten vorliegen, wird referiert. Für Diskussionen und Fragen ist ausreichend Zeit vorgesehen.
Bei Anmeldungen ab drei Personen reduziert sich der Preis auf 990,- € pro Person. Bitte vermerken Sie dies auf Ihrer Anmeldung.
Interview mit Tagungsleiter Dr. Walter Hilgert:
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In vielen verfahrenstechnischen Prozessen fallen Abgase an, die unerwünschte feste, flüssige oder gasförmige Bestandteile enthalten. Aus Gründen des Immissionsschutzes und der Prozessführung ist ein Entfernen dieser Bestandteile aus dem Abgas erforderlich. Für diese Aufgabenstellung steht eine Reihe von Verfahren zur Verfügung.
In dieser Tagung wird über die wichtigsten Emissionsminderungsverfahren, wie
- Entstaubungsverfahren
- absorptive und adsorptive Verfahren
- thermische Verfahren
- katalytische und nicht katalytische Verfahren
- biologische Verfahren und Verfahrenskombinationen vorgetragen.
Dabei ist die Auswahl des geeigneten Verfahrens stark abhängig von den vorhandenen Anlagen und Gegebenheiten.
Zielsetzung
Die Tagung verschafft den Teilnehmern einen Überblick über die verschiedenen Verfahren zum Reinigen von Abgasen. Es werden die Anwendungsbereiche, die Vor- und Nachteile und die Leistungsfähigkeiten und Grenzen der diversen Verfahren herausgearbeitet. Die Teilnehmer sollen mit dieser Tagung die Fähigkeit erwerben, abschätzen zu können, welches Verfahren für den konkreten Anwendungsfall geeignet ist.
Teilnehmerkreis
Die Tagung richtet sich an Anlagenbetreiber, beratende und planende Ingenieure und an Genehmigungs- und Überwachungsbehörden.
Programm
- Staubabscheidung und Rückgewinnung von partikelförmigen Wertstoffen inkl. Heißgasanwendungen
- Das Haus der Technik lädt Sie zum geselligen Ausklang des Abends bei Essen und Trinken ein.
Nutzen Sie die Gelegenheit zum fachlichen Austausch!
- Elektrostatische Partikelabscheidung (Trocken-, Nass-, Teer-/Ölnebel-Elektrofilter)
- Verfahrenskombinationen und -vergleiche, Invest- und Betriebskostenbetrachtung,
weitere Verfahren, wesentliche Werkstoffe
Referenten
FP Ablufttechnik GmbH
Ausbildung
- 09/2001 – 07/2006 - HTL Vöcklabruck, Maschinenbau und Umwelttechnik
Reife- und Diplomprüfung im Jahr 2006 - 10/2010 – 09/2013 - Bachelor Studium: Biologie und Umwelttechnik, FH Wels
Bakk.Arbeit: „Emissionshandel und Chancen für Biomethan in Österreich“
Bakk.Arbeit: „Erprobung einer neuen Messmethode zur Überwachung von Biofiltern“ - 09/2013 – 03/2016 - Masterstudium: Anlagenbau, FH Wels
Masterarbeit: „Prozessoptimierung der Abluftbehandlungsanlage einer
Müllbehandlungsanlage“
Berufserfahrung
- 03/2007 – 01/2010 - Braun Maschinenfabrik
- Erstellen von 2D und 3D Konstruktionszeichnungen
- Qualitätskontrolle der Fremdfertigung
- 11/2016 – 07/2018 AMAG Austria Metall AG,
Verantwortlich für den Bereich Umweltmesstechnik
Koordination, Planung und Durchführung von Emissionsmessungen
Überprüfung der gesamten Prüf- und Messgeräte
Arbeiten im akkreditierten Bereich nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 - 03/2013 – 11/2016 und 08/2018 – dato FP Ablufttechnik GmbH,
Projektleiter für Planung und messtechnische Überprüfung von Biofilteranlagen in den
Bereichen: Biogasanlagen, Müllbehandlungsanlagen, Kläranlagen, Schlachterei, TKV,
Röstbetriebe,…
Kundenbetreuung vor Ort
Olfaktometrische Messungen gemäß ÖNORM EN 13725
Auslegung gesamter biologischer Abluftbehandlungsanlagen
- Studium Maschinenbau an der Universität und Gesamthochschule Paderborn mit Richtung Fertigungstechnik
- 1991 bis 2001 Tätigkeit als Vertriebs- und Beratungsingenieur im Bereich konstruktiver Explosionsschutz bei Fike, Mannheim
- 2001 bis 2004 Gutachter für Explosionsschutz bei der DMT; Dortmund
- Ende 2004 Wechsel in Projektierung und Vertrieb zur Firma KIDDE-DEUGRA, jetzt IEP Technologies GmbH, Ratingen für den Bereich Explosionsschutz
- Seit 2007 aktive Mitarbeit im Fachgremium der VDI zur Erstellung der Richtlinie VDI 2263 Blatt 7 und 8 für Brand- und Explosionsschutz an Sprühtürmen und Elevatoren; seit 2016 Mitarbeit bei der grundlegenden Überarbeitung an allen Richtlinien der Reihe VDI 2263
H+H Engineering & Service GmbH; Sonnefeld
- 2009 – 2015 Studium der Umwelt- und Bioingenieurwissenschaft (Werkstoff- und Verfahrenstechnik) mit Schwerpunkt Energietechnik an der Universität Bayreuth
- 2015 – 2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Funktionsmaterialien an der Universität Bayreuth
- 2019 Promotion in Umweltingenieurwissenschaften am Untersuchung und Modellierung der elektrochemischen Vorgänge an Elektroden für Mischpotential-Sensoren
- 2019 – 2024 Leitender Ingenieur bei der H+H Engineering & Service GmbH
- seit 09/2024 Geschäftsführender Gesellschafter der H+H Engineering & Service GmbH
TREMA Verfahrenstechnik GmbH; Kemnath
- Studium der Umwelt- und Bioingenieurwissenschaften an der Universität mit Abschluss im Jahr 2018
- 2018 – jetzt: Tätigkeit als Vertriebs- und Projektingenieur bei der Firma TREMA
Verfahrenstechnik GmbH in Kemnath im Bereich der industriellen Abluftreinigung.
- 2024: Fortbildung für zur Prüfung befähigten Person für Druckbehälter und Rohrleitungen nach BetrSichV
Krantz GmbH; Aachen
- 1987 – 1992 Studium der chemischen Verfahrenstechnik an der FH und RWTH Aachen
- 1992 – 2000 Ingenieurin in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der H. Krantz GmbH in Aachen
- Ab 2000 Ingenieurin im technischen Sales und im Business Development der Krantz GmbH, Business unit Krantz Clean Air Solutions
- Langjährige Mitarbeit in den Normenausschüssen EN 1539 und EN 12753
- Mitglied der erweiterten Expertengruppe Deutschland für das BVT STS
Schwerpunkt Verfahrensanalyse, technische Auslegung und Optimierung von
thermischen Abluftreinigungsanlage, Durchführung und Auswertung von
Pilotversuchen, Emissionsmessungen
NORIT Deutschland GmbH, Hamburg
- Dipl.-Ing. Joachim Herzer ist bei der NORIT Deutschland GmbH in Hamburg tätig. Er studierte Verfahrenstechnik an der Universität Karlsruhe mit den Schwerpunkten: Thermische Verfahrenstechnik sowie Umweltschutzverfahrenstechnik.
- Von 1997 bis 2000 arbeitete er als Produktmanager bei Christ in der Schweiz. Seit 2000 ist er bei NORIT in verschiedenen Anwendungsbereichen aktiv.
- Sein Tätigkeitsschwerpunkt umfasst die Beratung von Anlagenbetreibern zu sämtlichen Anwendungen der Adsorption an Aktivkohle. Darüber hinaus begleitet er Projekte von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur Optimierung der eingesetzten Betriebsmittel.
R&R-BETH GmbH, Bad Lobenstein
1988 – 1992 Promotion (Heterogene Katalyse)
1992 – 1995 Akzo Nobel (Research & Development; Obernburg a. Main & Niederlande)
1995 – 2012 Luft- und Thermotechnik Bayreuth (LTB); Technischer Leiter für Abgasreinigung (mechanisch/ thermisch/ (nass-)chemisch/sorptiv/katalytisch/elektrostatisch; F&E; chemischerfahrenstechnischer Anlagenbau, weltweit
2013 KLARO (Bayreuth); Abwasserreinigung und Abscheidetechnologie,
weltweit
2014 – 2018 Rietzler Gruppe (Nürnberg, Umwelt-Ingenieurbüro); Abluftreinigung,
Wasser-/Abwassertechnologie, Umwelttechnik, weltweit
2018 – heute R&R BETH (Bad Lobenstein); Vertriebsleiter/ Spartenleiter chemische Verfahrenstechnik; Abgasreinigung divers, Abwasseraufbereitung/-reinigung, F&E, chemischverfahrenstechnischer Anlagenbau, weltweit
- öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (öbv SV; ´Gerichtsgutachter´) für Luftreinhaltung im industriellen, gewerblichen Bereich
Mitglied im VDI-Richtlinienausschuss VDI 3930 (Effiziente Nutzung der Abwärme
industrieller Abgase)
- Lehrbeauftragter der Universität Bayreuth seit 2004
- CE-Management, Wasserhaushaltsgesetz (WHG §19), Explosionsschutz (ATEX), SCC-Zertifizierung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Projektmanagement/claimsmanagement etc.
Hinweise
Bei Anmeldungen ab drei Personen reduziert sich der Preis auf 990,- € pro Person. Bitte vermerken Sie dies bei Ihrer Anmeldung.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 04.02.2026, 17:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
+49 201 1803-251