Angebotserstellung im Anlagenbau aus Sicht des EPC-Kontraktors

Absicherung der Bau- und Montagekalkulation durch präzise Liefer- und Leistungsbeschreibungen, insb. hinsichtlich Bau, Rohrleitungen, Isolierung

zmmt_imagepath_alt
Präsenz
Teilen:
zmmt_imagepath_alt
Präsenz

Angebotserstellung im Anlagenbau aus Sicht des EPC-Kontraktors

  • Rolle der Angebotsphase im EPC-Projekt
    • Bedeutung der Angebotsbearbeitung für den Projekterfolg
    • Schnittstelle zwischen Angebotsabteilung und Baustellenmanagement
    • Typische Fehler und deren Auswirkungen in der Ausführung
  • Vertragsanalyse als Basis der Angebotsbearbeitung
    • Auswertung des Kundenvertrags hinsichtlich Leistungsumfang
    • Vertragliche Ausschlüsse: Risiko oder Chance?
    • Relevanz für Kalkulation, Terminplan und Baustellenlogistik
  • Leistungsdefinition und Kalkulationsgrundlagen
    • Erkennen, Strukturieren und Abgrenzen von Leistungen
    • Aufbau und Zweck eines Kalkulations- bzw. Estimation Plans
    • Direkte und indirekte Kosten
  • Nachunternehmerausschreibung und Claimprävention
    • Aufbau von Bau- und Montageausschreibungen
    • Klare Leistungsbeschreibungen und Leistungsabgrenzungen
    • Frühzeitige Maßnahmen zur Vermeidung von Nachunternehmer-Claims
  • Nachunternehmerstrategie und Vergabepakete
    • Bildung sinnvoller Vergabepakete (Lose)
    • Risiken übertragen – aber richtig
    • Einfluss der Vergabestrategie auf Termine, Kosten und Qualität
  • Angebotsbewertung und Plausibilitätsprüfung
    • Spiegeln angebotene Preise den tatsächlichen Aufwand wider?
    • Plausibilitätsprüfung anhand von Leistungskennzahlen
  • Risikomanagement in der Angebotsphase
    • Identifikation und Umgang mit projektspezifischer Risiken
    • Bewertung von Risiken und Chancen
  • Das Abwicklungskonzept
    • Abwicklungskonzept als „Visitenkarte“ des Projekts
    • Zusammenhang zwischen Angebotsstrategie und späterer Umsetzung

Zum Thema

Der Anlagenbauer als EPC-Kontraktor verfügt in der Regel nicht über eigenes Bau- und Montagepersonal zur Errichtung der geplanten Anlage. Eine zentrale Herausforderung im Großanlagenbau liegt daher in der Bau- und Montagekalkulation des EPC-Kontraktors, insbesondere bei der Bewertung externer Leistungen, Produktivitäten und Schnittstellenrisiken. Dies ist ein hochrelevantes Thema, denn genau hierbei entstehen im EPC-Geschäft die größten Verluste. Dabei ist nicht nur die Bewertung von Produktivität und Kosten entscheidend, sondern vor allem das frühzeitige Erkennen und das eindeutige Beschreiben der tatsächlich schlüsselfertig zu erbringenden Leistungen. Nur klar definierte Leistungen werden vollständig kalkuliert und ermöglichen eine präzise Erfassung und Bewertung von Abweichungen während der Auftragsabwicklung. Dadurch sinkt das Projektrisiko und der wirtschaftliche Erfolg steigt.
Bereits in der Angebotskalkulation werden die Grundlagen für eine wirksame Claimabwehr gelegt. Ein belastbares Abwicklungskonzept berücksichtigt dabei insbesondere Risikoanalyse, Risikoidentifikation, geeignete Bau- und Montagetechniken sowie die Auswahl des richtigen Subunternehmers.

Zielsetzung

Die Teilnehmer lernen aus Sicht des gesamtverantwortlichen Anlagenbauers den Kundenvertrag eines EPC-Projekts systematisch zu analysieren, indem sie Leistungsumfang, Schnittstellen, Ausschlüsse sowie Chancen und Risiken identifizieren und deren Auswirkungen auf Kalkulation, Terminplanung und Baustellenmanagement bewerten.
Desweiteren lernen sie alle relevanten Leistungen vollständig und eindeutig zu erfassen, diese in einem strukturierten Kalkulations- bzw. Estimation Plan abzubilden und terminlich sowie kostenmäßig korrekt zu berücksichtigen.
Dieses Seminar stellt ein ergänzendes Seminar zum Seminar „Baustellenmanagement im Anlagenbau“ dar, in dem die darauffolgende Planung und Steuerung von Baustellen behandelt werden.
Beide Seminare sind unabhängig voneinander buchbar, bilden jedoch gemeinsam die vollständige Prozesskette der Bau- und Montageabwicklung im Großanlagenbau ab.

Teilnehmerkreis

Das Seminar richtet sich an Techniker und Ingenieure aus dem Projektgeschäft, Einkäufer von Bau- und Montageleistungen, Juristen aus dem Vertragsmanagement sowie Bau- und Montageleiter, Überwachungs- und Baustellenpersonal und deren Führungsnachwuchskräfte. Darüber hinaus spricht das Seminar Bau- und Montageplaner, Subcontract Manager von Anlagenbauern, Nachunternehmern und Betreibern verfahrenstechnischer Anlagen aus der chemischen und petrochemischen Industrie, der Nahrungsmittelherstellung sowie der Pharmaindustrie an.

Programm

20.04.2026
09:00—17:00
Angebotsbearbeitung für ein EPC-Projekt

Journal

Konstruktion/Entwicklung
Der Schutz von Innovationen, Design und Marken ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor geworden. Schätzungen, wonach sich die jährlichen Schäden durch Produktfälschungen für die deutsche Industrie auf Dutzende Milliarden Euro summieren, erscheinen gar nicht so hoch, wenn man sich vor Augen führt, dass heutzutage bei der Verletzung von Schutzrechten vor nichts mehr Halt gemacht wird …

Preise

Präsenz-Teilnahme
890,00 €*

mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme

Ausgewählter Termin

Mo. 20.04.2026, 09:00 Uhr —
Mo. 20.04.2026, 17:00 Uhr
Haus der Technik e.V.
Hollestr. 1
45127 Essen
Veranstaltungsnummer: VA26-01295

Ansprechpartner

Organisatorische Fragen:
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Fachliche Fragen:
Frank Adamczyk
f.adamczyk@hdt.de

Infos zu unseren Veranstaltungen

Auf Wunsch konzipieren wir für Sie auch spezielle Online-Seminare nach Maß sowie virtuelle Inhouse-Seminare für Ihr Unternehmens­team.
Nutzen auch Sie die Sommermonate, um Ihr Wissen an ausgesuchten Veranstaltungsorten aufzufrischen oder sich neue Qualifikationen anzueignen.