Zum Thema
Der Anlagenbauer als EPC-Kontraktor verfügt in der Regel nicht über eigenes Bau- und Montagepersonal zur Errichtung der geplanten Anlage. Eine zentrale Herausforderung im Großanlagenbau liegt daher in der Bau- und Montagekalkulation des EPC-Kontraktors, insbesondere bei der Bewertung externer Leistungen, Produktivitäten und Schnittstellenrisiken. Dies ist ein hochrelevantes Thema, denn genau hierbei entstehen im EPC-Geschäft die größten Verluste. Dabei ist nicht nur die Bewertung von Produktivität und Kosten entscheidend, sondern vor allem das frühzeitige Erkennen und das eindeutige Beschreiben der tatsächlich schlüsselfertig zu erbringenden Leistungen. Nur klar definierte Leistungen werden vollständig kalkuliert und ermöglichen eine präzise Erfassung und Bewertung von Abweichungen während der Auftragsabwicklung. Dadurch sinkt das Projektrisiko und der wirtschaftliche Erfolg steigt.
Bereits in der Angebotskalkulation werden die Grundlagen für eine wirksame Claimabwehr gelegt. Ein belastbares Abwicklungskonzept berücksichtigt dabei insbesondere Risikoanalyse, Risikoidentifikation, geeignete Bau- und Montagetechniken sowie die Auswahl des richtigen Subunternehmers.