Dieses zweitägige Hybrid-Seminar vertieft die arbeitsrechtliche Beendigung von Arbeitsverhältnissen mit Schwerpunkt auf Kündigungen und deren rechtlicher Überprüfung. Im Mittelpunkt stehen die Voraussetzungen wirksamer Kündigungen, die Systematik des Kündigungsschutzgesetzes sowie die Abgrenzung zwischen personen-, verhaltens- und betriebsbedingten Kündigungen.
Vor dem Hintergrund einer zunehmend differenzierten arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung wird die Wirksamkeit von Kündigungen anhand typischer Fallkonstellationen analysiert. Besondere Bedeutung kommt dabei der praktischen Anwendung der gesetzlichen Anforderungen sowie der Identifikation rechtlicher Angriffspunkte zu.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kündigungsschutzverfahren. Behandelt werden insbesondere die Kündigungsschutzklage, Fristen, Darlegungs- und Beweislast sowie der Ablauf arbeitsgerichtlicher Verfahren. Die prozessuale Perspektive wird gezielt mit der betrieblichen Praxis verknüpft. Ergänzend wird die Beteiligung des Betriebsrats nach § 102 BetrVG systematisch dargestellt. Dabei wird aufgezeigt, welche formalen und inhaltlichen Anforderungen an die Anhörung zu stellen sind und welche Auswirkungen Fehler auf die Wirksamkeit der Kündigung haben.
Die Schulung verbindet rechtliche Vertiefung mit praxisorientierter Anwendung und zeigt, wie Kündigungssachverhalte sicher bewertet und typische Fehlerquellen vermieden werden können.