Im Anlagenbau und Projektgeschäft spezialisieren sich immer mehr Ingenieurbüros und Dienstleister auf Kunden aus den Bereichen Life Sciences, Pharma und Biotechnologie und Bioingenieurwesen. Es werden technisch hochanspruchsvolle Produktionsstätten, Anlagen und Apparate der Bioverfahrenstechnik geplant, gebaut und in Betrieb genommen. Es geht um die Herstellung und Entwicklung neuer Arzneimittel oder Diagnostika, um biobasierte Kraftstoffe und erneuerbare Energien, um Kunststoffe, Kosmetika, Textilien, Enzyme und vieles mehr. Zusätzlich werden gerade im Life Sciences Bereich hohe Anforderungen an Reinräume, an Wasser-Qualitäten und an „GMP“ gestellt. Doch was ist Bioverfahrenstechnik? Wie sieht Bioverfahrenstechnik im praktischen Alltag aus?
Dazu durchlaufen in diesem Kurs die Teilnehmer „virtuell“ die industrielle Herstellung von Biomolekülen. Der Prozess startet mit der Fermentation der Mikroorganismen im Bioreaktor, durchläuft das upstream-processing bis zur Ernte. Im downstream-processing werden alle industrie-relevanten Verfahrensschritte wie Zellaufschluss, Zellseparation, Membranfiltration, Virusfiltration, Proteinkristallisation und Chromatographie bearbeitet, sowie die Möglichkeiten der Gefriertrocknung aufgezeigt. Besonderes Augenmerk, weil GMP- und Behörden- (z.B. FDA) Compliance es erfordern, werden dem Cleaning-in-Place (CIP) und dem Sterilisieren (SIP) gewidmet, ebenso dem Engineering der Reinräume, sowie der Aufbereitung von Wasser zu Reinstwasser bzw. zu Pharmaqualitäten.