Grundlagen der Schutztechnik und digitaler Schutzeinrichtungen

Typische Schutzprinzipien in Elektroenergiesystemen und deren Umsetzung in digitalen Schutzeinrichtungen

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Grundlagen der Schutztechnik und digitaler Schutzeinrichtungen

In diesem Seminar werden die Grundlagen der Schutztechnik sowie digitaler Schutzeinrichtungen in Elektroenergiesystemen vermittelt. Behandelt werden sowohl die Prinzipien der Fehlererfassung als auch die zentralen Aufgaben der Schutztechnik.

Neben dem analogen Netz- und Anlagenschutz liegt ein besonderer Fokus auf digitalen Schutzeinrichtungen (ANSI) sowie deren Integration. Ergänzend wird die Kommunikation mit der Leittechnik und der Feldebene erläutert.

Zum Thema

Schutz der Primärkomponenten des Elektroenergiesystems ist eine wichtige Aufgabe zur Gewährleistung der Versorgungszuverlässigkeit. Dabei kommen unterschiedliche Schutzprinzipien, wie Überstrom, Impedanz, Stromdifferenz, Leistungsrichtung und viele andere mehr zum Einsatz. Dabei ist es wichtig, die Grundidee der Prinzipien zu verstehen und typische Einsatzmöglichkeiten zu kennen. An ausgewählten Beispielen werden die Grundlagen vermittelt und auf unterschiedliche Anwendungsfälle eingegangen. Zuvor erfolgt eine Auffrischung des elektrotechnischen Grundwissens.

Die Gerätehersteller liefern heute multifunktionale digitale Schutzeinrichtungen, die für die Anwender eine Black-Box sind. Was verbirgt sich hinter den Geräten, wie sind sie aufgebaut und wie funktionieren sie? Auf diese Fragestellung gibt der Kurs eine Antwort. Es werden typische Hardwarekomponenten und die prinzipielle digitale Messtechnik zur Umsetzung von Schutzprinzipien vorgestellt.

Moderne digitale Schutzeinrichtungen kommunizieren mit Leitsystemen über serielle Schnittstellen. Dabei ist die Kommunikation über Ethernet die führende Technologie. Es werden typische Protokolle hinsichtlich der Grundidee vorgestellt. Es wird im Ausblick auf neue Entwicklungen, wie z. B. dem Prozessbus in Verbindung mit nichtkonventionellen Wandler eingegangen.

Zielsetzung

Beginnend mit einer Wiederholung von ausgewählten Grundlagen der elektrischen Energietechnik werden in dem Grundlagenkurs typische Schutzprinzipien wie Überstrom, Richtung, Impedanz, Stromdifferenz, u. a. zur Erfassung von Fehlern in Komponenten des elektrischen Energiesystems (z. B. Transformator, Leitung, Kabel) besprochen und deren Anwendung an ausgewählten Beispielen diskutiert.

Die Umsetzung erfolgt in digitalen Schutzeinrichtungen. Sie lernen den grundsätzlichen Aufbau der Geräte sowie typischer Funktionen kennen. Ferner erhalten Sie eine Einführung in die Signaltheorie. An Beispielen wird die numerische Umsetzung von Schutzprinzipien erläutert.

Die digitalen Schutzgeräte speichern zahlreiche Meldungen zum Verhalten der Schutzfunktionen und zeichnen im Fehlerfall Messgrößen auf. All diese Daten sind in einem Leitsystem von Interesse. Sie lernen die Kommunikationsinfrastruktur kennen, erhalten einen Überblick über typische, ethernetbasierte Protokolle (IEC 61850, PROFINET) sowie die durchgängige digitale Kommunikation mittels Prozessbus.

Teilnehmerkreis

Hochschulabsolventen, Ingenieure, Techniker, Meister sowie Facharbeiter aus der Elektroenergieversorgung, die sich in die Grundlagen der Schutztechnik einarbeiten und Details der digitalen Gerätetechnik kennenlernen wollen. Der Kurs richtet sich auch an Teilnehmende, die ihr Wissen auf dem Gebiet der Schutztechnik vertiefen möchten.

Programm

24.02.2025
09:00—13:00
Grundlagen, Aufgaben und Prinzipien
25.02.2025
09:00—13:00
Grundlagen, Numerische Umsetzung und Kommunikation
26.02.2025
09:00—13:00
Prinzipien zur Erfassung von Fehlern und deren Anwendung Erdschlussrichtung Impedanz und Distanzschutz Stromdifferenz Differentialschutz

Journal

Elektrotechnik
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