Prüf- und Hinweispflichten für Auftraggeber, Auftragnehmer, Architekten und Ingenieure

Prüf- und Hinweispflichten als Instrument zur Konfliktvermeidung

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Prüf- und Hinweispflichten für Auftraggeber, Auftragnehmer, Architekten und Ingenieure

Die Rechtsprechung der letzten Jahre hat die Bedeutung der Prüf- und Hinweispflichten dramatisch erhöht. In allen Phasen der Auftragsabwicklung begegnen uns Prüf- und Hinweispflichten, von der Auftragsakquisition bis zur Abnahme und darüber hinaus. Sie bilden ein System gegenseitiger Aufklärung und Kontrolle von Auftragnehmenden und Auftraggebenden und deren Architekt/-innen und Ingenieur/-innen, um Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen und Mängel und Schäden zu vermeiden. Das Seminar stellt die Zusammenhänge dar und zeigt, wie sich die Praxis auf die gerichtlichen Anforderungen einzustellen hat.

Zum Thema

Die gesetzgeberischen Entscheidungen der letzten Jahre haben den Bedarf an Prüf- und Hinweispflichten insbesondere bei Auftragnehmenden der Bau- und Stahlindustrie sowie des Anlagenbaus erhöht. Immer öfter versuchen Kunden/Kundinnen (erfolgreich), die eigenen Fehler und Versäumnisse an das beauftragte Unternehmen weiterzugeben.

Ebenso verschärfen gesetzliche Auslegungen die Prüf- und Hinweispflichten in Materiallieferverträgen – auch zu Lasten des Auftragnehmenden, der Komponentenlieferungen benötigt.

Auch wenn die Gesetzgebung bislang zu kurz kommt, versucht die Rechtsprechung, alle relevanten strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, um das Auftraggebenden-Auftragnehmenden-Verhältnis zu erleichtern. Die Bandbreite möglicher rechtlicher Kontexte macht es jedoch nicht einfach für die Parteien, schlüssige Prozesse festzulegen.

Die Leidtragenden sind diejenigen, die aktiv ein konfliktfreies Verhältnis anstreben, aber ihre Bemühungen werden häufig aufgrund eines Mangels an verbindlichen Richtlinien behindert.

Zielsetzung

Dieser Kurs vermittelt Ihnen das Wissen, Prüf- und Hinweispflichten einzuordnen und als Argumente zu nutzen, um berechtigte Ansprüche durchzusetzen und unberechtigte Ansprüche abzuwehren.

Sie erhalten vertiefte Kenntnisse im Bau-, Werk- und Werklieferungsvertragsrecht. Zudem lernen Sie die neueste höchstrichterliche Rechtsprechung zur Abgrenzung an den Schnittstellen zwischen den Baubeteiligten im Bau- und Architektenrecht kennen.

Teilnehmerkreis

Das Seminar richtet sich an alle, die für die Projektabwicklung bei Auftragnehmenden oder Auftraggebenden Ergebnisverantwortung tragen, an die Planenden in Ingenieurinnen- und Architekturbüros, sowie an Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen im Bau- und Architektenrecht.

Programm

23.03.2023
09:00—10:30
Wo Interessen zusammenprallen
10:30—11:00
Kaffeepause
11:00—12:30
Prüf- und Hinweispflichten im Angebotsstadium
12:30—13:30
Mittagessen
13:30—15:00
Prüf- und Hinweispflichten im Auftragsabwicklung
15:00—15:30
Kaffeepause
15:30—17:00
Mitverschulden, Quotelung, Gesamtschuld

Hinweise

Zusätzlich zur Arbeitsunterlage wird das Buch „Prüf- und Hinweispflichten, Bauvertrag – Werkvertrag – Werklieferungsvertrag“ von Herrn Dr. Peter Hammacher ausgehändigt.

Preise

Präsenz-Teilnahme
890,00 €*
Online-Teilnahme
890,00 €*

mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme

Ausgewählter Termin

Do. 23.03.2023, 09:00 Uhr —
Do. 23.03.2023, 17:00 Uhr
Haus der Technik e.V.
Hollestr. 1
45127 Essen
Veranstaltungsnummer: VA23-00834

Ansprechpartner

Organisatorische Fragen:
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Fachliche Fragen:
Dipl.-Kffr. Ute Jasper
u.jasper@hdt.de
+49 201 1803-239

Infos zu unseren Veranstaltungen

Auf Wunsch konzipieren wir für Sie auch spezielle Online-Seminare nach Maß sowie virtuelle Inhouse-Seminare für Ihr Unternehmens­team.
Nutzen auch Sie die Sommermonate, um Ihr Wissen an ausgesuchten Veranstaltungsorten aufzufrischen oder sich neue Qualifikationen anzueignen.