Werkstoffkunde leicht gemacht

Grundlagen der Metalltechnik und Werkstoffprüfung

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Werkstoffkunde leicht gemacht

Dieses Seminar bietet eine fundierte Einführung in die Werkstoffkunde metallischer Werkstoffe. Die Schulung behandelt die physikalischen Grundlagen, insbesondere den kristallinen Aufbau von Metallen sowie die Bedeutung von Gitterbaufehlern für die industrielle Formgebung. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Werkstoffprüfung, wobei zwischen zerstörenden Verfahren wie dem Zugversuch und zerstörungsfreien Methoden unterschieden wird. Zudem werden praxisnahe Kriterien für die Materialauswahl und Strategien zur Vermeidung von Bauteilversagen durch Fehlkonstruktionen oder Korrosion erläutert. Das Spektrum der betrachteten Metalle liegt schwerpunktmäßig bei Stahl und Aluminium, aber auch Aspekte von Kupfer und Titan werden behandelt.

Zum Thema

Das Seminar „Werkstoffkunde leicht gemacht“ vermittelt einen kompakten und praxisnahen Einstieg in die Werkstoffkunde mit Fokus auf metallische Werkstoffe. Ausgehend von den grundlegenden Zusammenhängen lernen die Teilnehmer die wichtigsten Werkstoffgruppen – insbesondere Stahl, Aluminium, aber auch Aspekte von Kupfer und Titan – sowie deren typische Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten kennen.

Neben dem Verständnis von Materialeigenschaften und Werkstoffverhalten werden auch Bezeichnungssysteme erläutert, um Werkstoffe im beruflichen Alltag sicher einordnen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf praxisrelevanten Auswahlkriterien, die eine fundierte Werkstoffauswahl unterstützen.

Ergänzend behandelt das Seminar wichtige Einflussfaktoren wie Schweißbarkeit und Wärmebehandlung, um zu zeigen, wie sich Werkstoffeigenschaften gezielt an Anforderungen anpassen lassen. Dadurch erhalten die Teilnehmer ein ganzheitliches Verständnis für den Einsatz metallischer Werkstoffe in der Praxis.

Das Seminar richtet sich an alle, die sich schnell und praxisorientiert Grundwissen in der Werkstoffkunde aneignen möchten.

Zielsetzung

Das Seminar vermittelt einen leichten Zugang zu den Werkstoffen Eisen und Aluminium, aber auch Kupfer und Titan und deren Legierungen.

Teilnehmerkreis

Kaufleute, die sich mit der Beschaffung von Werkstoffen befassen, Techniker, die sich mit Konstruktion, Verarbeitung und Betrieb von Maschinen und Anlagen befassen, Mitarbeiter aus den Bereichen Einkauf, Materialwirtschaft, Produktion und Vertrieb.

Programm

23.11.2027
09:00—17:00
Werkstoffkunde

Journal

Konstruktion/Entwicklung
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Häufig von Teilnehmenden gestellte Fragen zum Thema ‘Werkstoffkunde’

Was versteht man unter Werkstoffkunde und warum ist sie in der Praxis wichtig?

Werkstoffkunde ist die Wissenschaft, die sich mit dem Aufbau, den Eigenschaften, der Herstellung und der Anwendung von Materialien beschäftigt. In der Praxis ist sie entscheidend, um Werkstoffe passend auszuwählen, Bauteile sicher zu dimensionieren und Versagensmechanismen wie Bruch, Verschleiß oder Korrosion zu vermeiden.

Welche grundlegenden Unterschiede bestehen zwischen Stahl, Aluminium, Kupfer und Titan?

  • Stahl: Eisenbasis, hohe Festigkeit, gut verform- und vielseitig einsetzbar
  • Aluminium: sehr leicht, gute Korrosionsbeständigkeit, geringere Festigkeit
  • Kupfer: sehr gute elektrische und thermische Leitfähigkeit, weich und gut verformbar
  • Titan: sehr hohe Festigkeit bei geringem Gewicht, sehr korrosionsbeständig, teuer und schwer zu bearbeiten


Was sagt das Bezeichnungssystem metallischer Werkstoffe aus?

Bezeichnungssysteme (z. B. nach DIN EN) geben Auskunft über Werkstoffgruppe, Zusammensetzung, Festigkeit oder Einsatzgebiet. Sie ermöglichen eine eindeutige Identifikation und Vergleichbarkeit von Werkstoffen (z. B. S355JR für Baustahl).

Welche Eigenschaften sind bei der Auswahl eines Werkstoffs besonders entscheidend?

Wichtige Eigenschaften sind:

  • mechanische Festigkeit (Zug-, Druck-, Ermüdungsfestigkeit)
  • Zähigkeit und Härte
  • Korrosionsbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit
  • Verarbeitbarkeit (z. B. Schweißbarkeit, Umformbarkeit)
  • Kosten und Verfügbarkeit


In welchen typischen Anwendungsgebieten werden Stahl, Aluminium, Kupfer und Titan eingesetzt?

  • Stahl: Bauwesen, Maschinenbau, Fahrzeugbau
  • Aluminium: Luftfahrt, Fahrzeugbau, Verpackungen
  • Kupfer: Elektrotechnik, Leitungen, Wärmetauscher
  • Titan: Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, chemische Industrie


Welche Faktoren beeinflussen das Werkstoffverhalten unter Belastung?

  • Temperatur
  • Belastungsart (statisch, dynamisch, zyklisch)
  • Mikrostruktur des Werkstoffs
  • Gefügefehler und Einschlüsse
  • Umgebungseinflüsse (Korrosion, Medien)


Was bedeutet Schweißbarkeit und warum ist sie für die Werkstoffauswahl relevant?

Schweißbarkeit beschreibt die Eignung eines Werkstoffs, dauerhaft und rissfrei verbunden zu werden. Sie ist wichtig, da ungeeignete Werkstoffe beim Schweißen Gefügeänderungen, Risse oder Festigkeitsverluste erleiden können.

Welche Rolle spielt die Wärmebehandlung bei der Einstellung von Werkstoffeigenschaften?

Durch Wärmebehandlung (z. B. Härten, Anlassen, Glühen) können Gefüge gezielt verändert und damit Eigenschaften wie Härte, Festigkeit oder Zähigkeit eingestellt werden. Dies ist besonders bei Stählen von zentraler Bedeutung.

Nach welchen Kriterien erfolgt in der Praxis die Auswahl eines geeigneten Werkstoffs?

Typische Kriterien sind:

  • mechanische und thermische Anforderungen
  • Korrosionsbeständigkeit
  • Fertigungsmöglichkeiten
  • Wirtschaftlichkeit
  • Lebensdauer und Sicherheit
  • gesetzliche bzw. normtechnische Vorgaben


Wie hängen Werkstoffeigenschaften und Einsatzbedingungen eines Bauteils zusammen?

Werkstoffe müssen immer an die Einsatzbedingungen angepasst sein. Belastung, Temperatur, Umgebung und Lebensdauer bestimmen, welche Eigenschaften erforderlich sind. Eine falsche Kombination kann zu Versagen führen (z. B. Bruch oder Korrosion).

Was versteht man unter der Einsatzhärtungstiefe und wie beeinflusst sie die Eigenschaften eines Bauteils?

Die Einsatzhärtungstiefe beschreibt die Tiefe der gehärteten Randschicht bei einsatzgehärteten Stählen. Sie bestimmt, wie tief ein Bauteil verschleißfest und hart ist, während der Kern zäh bleibt. Eine größere Einsatzhärtungstiefe erhöht die Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig tragfähigem Kern.

Preise

Präsenz-Teilnahme
910,00 €*
Online-Teilnahme
910,00 €*

mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme

Ausgewählter Termin

Di. 23.11.2027, 09:00 Uhr —
Di. 23.11.2027, 17:00 Uhr
Haus der Technik e.V.
Hollestr. 1
45127 Essen
Veranstaltungsnummer: VA27-00201

Ansprechpartner

Organisatorische Fragen:
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Fachliche Fragen:
Ute Jasper
U.Jasper@hdt.de
+49 201 1803-239

Infos zu unseren Veranstaltungen

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