Betriebs- und Personalräte haben einen direkten Einfluss darauf, wie sicher und gesund Beschäftigte arbeiten. In diesem Seminar geht es darum, wie das Gremium seine Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte im Arbeits- und Gesundheitsschutz systematisch nutzen kann. Ein zentraler Bestandteil sind die gesetzlichen Grundlagen im Arbeitsschutz, zum Beispiel Anforderungen an den Arbeitgeber, Rechte der Beschäftigten und die Rolle der Interessenvertretung. Diese Grundlagen werden praxisnah eingeordnet, damit klar wird, welche Handlungsmöglichkeiten sich im Alltag konkret ergeben.
Behandelt werden unter anderem Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen, Maßnahmen zur Gestaltung von Arbeitsplätzen, Arbeitsmitteln und Arbeitszeit sowie Regelungen zu psychischen Belastungen, etwa bei Schichtarbeit, mobiler Arbeit oder im Homeoffice. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Mitbestimmungsrechte rechtssicher einsetzen, Beschlüsse vorbereiten und umsetzen und wie sie Vereinbarungen zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgestalten können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Arbeitgebenden, Fachkräften für Arbeitssicherheit, Betriebsärzten und Schwerbehindertenvertretungen. Dabei wird gezeigt, wie Informationen gezielt genutzt werden können, zum Beispiel aus Beschwerden, Beinaheunfällen oder Gesundheitskennzahlen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten.
Das Seminar unterstützt Betriebs- und Personalräte dabei, ihre Rolle im Arbeitsschutz klar zu definieren, eigene Schwerpunkte zu setzen und Verbesserungen für die Beschäftigten aktiv zu gestalten.